Gehaltsverhandlung für ITler
Kurz gesagt: Gute Gehaltsverhandlung ist Vorbereitung, kein Pokern: Leg dir drei Zahlen zurecht (Wunsch, Ziel, Minimum), nenne statt einer einzelnen Zahl deine recherchierte Spanne mit Begründung und verhandle das Gesamtpaket — von Weiterbildungsbudget bis zum früheren Gehaltsreview. Nach deiner Zahl arbeitet Schweigen für dich, und jede Zusage holst du dir schriftlich.
1. Vorbereitung schlägt Schlagfertigkeit
Leg dir drei Zahlen zurecht: Wunsch (oberes Ende deiner Recherche), Ziel (realistisch) und Minimum (darunter sagst du ab). Untermauere sie mit zwei, drei konkreten Ergebnissen aus deiner Arbeit.
2. Lass die andere Seite zuerst eine Spanne nennen — aber sei vorbereitet
Fragt man dich zuerst, nenne nicht eine Zahl, sondern deine recherchierte Spanne mit Begründung: „Auf Basis von Markt und meiner Erfahrung sehe ich mich bei €X–€Y."
3. Verhandle das Paket, nicht nur das Grundgehalt
Wenn beim Fixum die Decke erreicht ist, gibt es oft Spielraum bei: Weiterbildungsbudget, zusätzlichen Urlaubstagen, Homeoffice-Tagen, Bonus, Equipment, früherem Gehaltsreview (z. B. nach 6 Monaten).
4. Schweigen ist ein Werkzeug
Nach deiner Zahl: ruhig sein. Die Pause arbeitet für dich. Rechtfertige dich nicht sofort.
5. Hol dir alles schriftlich
Mündliche Zusagen verblassen. Bitte freundlich um die finale Zusammenstellung im Angebot/Vertrag.
Mini-Skript
„Ich freue mich sehr über das Angebot. Auf Basis meiner Erfahrung mit [Ergebnis] und dem aktuellen Markt sehe ich mich bei €[Ziel]. Lässt sich das beim Grundgehalt abbilden — oder finden wir die Lücke über [Bonus/Weiterbildung/Review]?"
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